Spam ist nicht das Schlimmste daran: Einleitung

Von: The Essayist | am 10 Oktober 1999
Die freie deutsche Übersetzung stammt von: Dominik Boecker

Ich bin einer der Menschen, der glaubt, daß eine Person ihr Autofahren beschränken sollte, bis Er/Sie weiß, wie man einen platten Reifen wechselt oder Öl nachschüttet, wenn es notwendig ist.

Besonders irritieren mich Sünden, die mit eMails begangen werden. Das schließt folgendes ein:

  1. Es ist inzwischen so einfach geworden ins Internet zu kommen, daß es jeder <censored> schafft, ohne jemals die Grundlagen zu lesen oder einen Hinweis darauf zu bekommen;
  2. Von allen Vorzügen des Netzes, ist eMail am weitesten verbreitet, weil es die niedrigsten Voraussetzungen hat;
  3. Es gibt viele Webseiten, die sich mit eMails und der Etiquette des Netzes auseinandersetzen, aber ich bekomme laufend, weil wenige Leute sich darüber klar sind -- oder auch weil die anderen Anleitungen einfach zu nett formuliert sind, um wirklich anzukommen.

Ich bin nicht gut im Nettsein. Ich bin viel besser, wenn ich geradeheraus reden kann -- gemixt mit sarkasmus. Es gibt zu viele 'Fahrer' da draußen, die nicht fähig sind einen platten Reifen oder das Öl zu wechseln. Sie bekommen nicht mit, daß es inakzeptabel ist, über den Bürgersteig zu fahren. Ich werde von Leuten überrannt, die die Regeln nicht kennen oder sie bewußt ignorieren, weil Sie glauben, daß das unwichtig ist.

Hier geht's nicht um unerwünschte eMail-Werbung (SPAM). Es gibt bereits den Konsens, daß kommerzielle eMailwerbung unerwünscht ist. Das sehen inzwischen auch Gerichte so.

"If this email has been sent in error..." wenn die eMail so anfängt ist eine Beschwerde beim ISP fällig. Falls ihr auf so was antwortet, dann werdet ihr wahrscheinlich noch mehr Werbung bekommen. Lest bitte nach, was man stattdessen machen sollte. Wenn Euch das zu kompliziert ist, löscht die eMail einfach, aber antwortet nicht darauf!

Es gibt auch nette und fähige Leute denen ich im Netz begegne, die diese Todsünden begehen, weil sie es schlicht nicht besser wissen. Das Resultat ist damit noch schlimmer, weil ich die Leute ansatzweise kennen. Man muß sich dann entscheiden, ob man einen freundlichen Hinweis schreibt -- und damit Gefahr läuft, daß man Sie bloßstellt -- oder ob man Sie einfach so weitermachen läßt, um Sie nicht zu verletzen. Um diesem Dilemma zu entgehen, wird dies hier veröffentlicht. Einiges findet sich auch in anderen Etiquettehinweisen; anderes habe ich anderswo nicht gesehen.

Nicht alle schlechten Angewohnheiten in Sachen eMail sind gleich störend, deswegen werden diese Anhand einer (persönlichen!) Skala dargestellt. Manchmal gibt es eine mögliche Lösung dazu, manchmal nicht, aber die Probleme werden aufgezeigt.

eMail Etiquette und damit verbundene Probleme

Nepal im Mai 2000.

ImpressumDieses Dokument im WWW: http://www.dominik-boecker.de/email/email_einleitung.html